Comiczeichner

Hergé

Hergé war ein belgischer Comiczeichner, der 1907 in der in Brüssel liegenden Gemeinde Etterbeek geboren wurde und 1983 verstarb. Sein bürgerlicher Name war Georges Prosper Remi.

Seinen ersten Comic namens Die Abenteuer von Totor veröffentlichte Hergé 1924 in dem belgischen Pfadfindermagazin Le Boy-Scout Belge. Die Veröffentlichung machte ihn als Zeichner bekannt. 1928 wurde er damit beauftragt, die Kinderbeilage Le Petit Vingtième der belgischen Zeitung Le XXe Siècle zu illustrieren. Diese Aufgabe machte ihn jedoch nicht glücklich. Er beschloss, Comics im Stil von US-amerikanischen Zeichnern anzufertigen und veröffentlichte 1929 in Le Petit Vingtième seinen ersten Comic über Tim und Struppi.

Arbeit während des Zweiten Weltkriegs

Die Besatzer in Belgien stellten die Zeitung Le XXe Siècle 1940 ein. Daraufhin nahm Hergé einen Job bei der belgischen Zeitung Le Soir an und veröffentlichte dort Comics über Tim und Struppi. Da die Zeitung jedoch vor allem für deutsche Propaganda genutzt wurde, war Hergé in seiner Arbeit eingeschränkt und ließ Tim und Struppi daher fantastische Abenteuer bestreiten, die mit dem aktuellen Geschehen nichts zu tun hatten. Auch konnte er wöchentlich nicht mehr zwei Comicseiten herausgeben, sondern war auf drei bis vier Bilder beschränkt, die allerdings täglich veröffentlicht wurden.

Gegen Ende der Besetzung wurde Le Soir geschlossen, weshalb Hergé die Arbeit an seinem laufenden Comic zunächst einstellen musste. Nach Ende des Krieges fand er keine neue Anstellung und arbeitete in diesem Zeitraum an der Fertigstellung seiner bisherigen Comics.

Anstellung bei Tintin

1946 wurde Hergé beim Verlag Le Lombard zwecks der Veröffentlichung der Abenteuer von Tim und Struppi in dem neuen Magazin Tintin angestellt.

Da Hergé an Alträumen litt und 1949 und 1950 Nervenzusammenbrüche hatte, wurde das Studio Hergé eingerichtet, in dem mehrere Assistenten Hergé bei seiner Arbeit unterstützten. Bis zu seinem Tod arbeitete Hergé an weiteren Comicalben über seine Helden Tim und Struppi.

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